Beiträge von Scholle

    Hallo Raphael,

    wir wissen ja alle, dass Frontosa sich sehr leicht erschrecken, sie gehören mMn zu den sehr sensiblen Buntbarschen. Zu schnell aufs Becken zugehen, zuviel Trubel vorm Becken, plötzliches Öffnen von Türen,… kann schnell zu Panik und „durchs Becken schiessen“ führen. Auch beim Fressen erschrecken sich meine manchmal voreinander und reagieren dann kurz sehr schreckhaft. Wenn alles ruhig ist (so wie jetzt) schwimmt die Gruppe (9 Tiere) aber ziemlich harmonisch durchs Becken.


    Woran kann es also liegen, dass die Dicken sich ständig verstecken bzw. schreckhaft sind?


    1. Die Gruppe harmoniert nicht.
    2. zu helles Becken, es kann schon helfen, den Bodengrund deutlich durch Beimischen von dunklem Kies zu verdunkeln. Du hast z.B. sehr hellen Bodengrund oder täuscht das auf den Fotos?
    3. Die Seiten sind bei mir relativ stark mit großen Vallisnerien bepflanzt, somit können Störungen überwiegend nur von vorne kommen, gibt den Tieren wahrscheinlich mehr Sicherheit.

    4. zu wuselige und zuviele Beifische, v.a. Synodontis sind als Beifische für Frontosa umstritten, da sie die Dicken auch Nachts stören. Leleupis treten bei mir auch ziemlich dominant auf. Vielleicht auf max . 2 Beifischarten beschränken, z.B. auf die Altos und Julis als die ruhigsten deiner Beifischarten.

    5. unpassende Rückzugsmöglickeiten: meine Dicken lieben es, sich zeitweise in größere, durchschwimmbare Höhlen im hinteren Bereich des Beckens zurückzuziehen. Du kannst z.B. auf zwei größere Kalksteine jeweils einen flacheren legen oder größere Ton- oder Keramikrohre positionieren. Durch diese Höhlen treiben sich meine regelmäßig durchs Becken.


    Das wären die für mich möglichen Gründe, adulte Frontosa mögen einfach ein relativ ruhiges, dunkles Becken mit geeigneten durchschwimmbaren Unterständen. Hast du darüberhinaus noch die Möglichkeit, die Sonneneinstrahlung ins Becken zu minimieren?

    Gruß, René

    Ich würde das Weibchen auf jeden Fall erstmal separieren also vom Männchen trennen. Wenn das nicht schnell passiert, ist mit dem Schlimmsten zu rechnen. Am Maul erkennt man deutliche Bissspuren (Maulkampf), außerdem wird jeder Fisch vom permanenten Stress irgendwann krank.
    Auf Dauer wirst du ein größeres Becken brauchen und mehrere Weibchen mit ein oder zwei Böcken halten müssen. Frontosa paarweise zu halten geht meiner Meinung nach nicht lange gut und ist auch nicht artgerecht. Man sollte mindestens fünf Tiere (1:4 oder 2:4) halten, sonst können sich Aggressionen nicht verteilen und es passiert leider genau das, was bei dir gerade zu beobachten ist. Also: Weibchen sofort in ein eigenes Becken setzen, da kann es sich in Ruhe erholen, dann ein größeres Becken zulegen (Lt. mehrheitlicher Meinung im Forum mind. 200x60x60) oder die Frontosa abgeben.
    Eine andere Lösung kenn ich leider nicht, Gruß, René

    Dem kann man nur zu 100% zustimmen! Danke für die Bilder, mega schöne Tiere. Wieviele Frontis hast du denn jetzt in deinem riesen Aquarium oder pflegst du die in einem anderen Becken?

    Gruß, René

    Hallo Patrick,

    da ich persönlich meine Fische gerne aufwachsen sehe, habe ich mir bisher bis auf ganz wenige Ausnahmen immer Jungtiere gekauft, wäre in deinem Fall dann also die Variante 10-15 Jungtiere mit ca. 4 cm. Wenn die zusammen aufwachsen hatte ich zumindest auch bei mehreren Böcken keine starken innerartlichen Aggressionsprobleme. Nachteil ist dann natürlich, dass man 5-6 Tiere nach ca. 3 Jahren wieder abgeben muss, es sei denn man hat bis dahin ein größeres Becken;).

    Die andere Variante hätte dann den Vorteil, dass ein erfahrener Züchter wahrscheinlich schon die Geschlechter unterscheiden kann und man direkt eine „fertige´ Gruppe bekommt, die Garantie, dass diese Gruppe dann harmoniert gibt dir aber auch keiner. Nachteil ist, neben dem deutlich höheren Preis der Tiere, dass sich größere Fische manchmal schlechter eingewöhnen und man sie eben nicht komplett aufwachsen sieht.

    Ich persönlich würde mich immer für die Jungtiervariante entscheiden aber beide Varianten sind natürlich möglich.

    Gruß, René

    Du kannst gut ein oder zwei größere Steine z.B. in der Mitte des Beckens positionieren, die dann gerne umschwommen werden und gleichzeitig auch als Sichtschutz dienen können.

    Die Höhlen habe ich eher hinten und an den Seiten.

    Gruß, René

    Hallo Patrick,

    wie gesagt, ich denke 1-2 Böcke und 5 Weibchen kannst du in dem Becken langfristig halten, auch 2 Beifischarten mit jeweils 5 Tieren dürften gut funktionieren, die werden sich höchstwahrscheinlich sowieso ziemlich schnell vermehren. Ich habe vor kurzem noch ca. 25 Jungtiere abgegeben.

    Einige hier im Forum halten die Dicken allerdings lieber alleine ohne Beifische, mit Beifischen läuft es bei den meisten aber auch sehr gut. Hat eben beides Vor- und Nachteile.

    Gruß, René

    Hallo René

    Danke für deine Flotte Antwort

    Also von der Größe sind die frontosa ca 10-12 cm es sind wfnz von moba er hat auch noch kleinere , keine Sorge es sind echte , keine Möchtegern mboba


    bis jetzt war ich auch immer bei Jungtieren und 15 stk und dann selektieren die Frage ist was ist möglich bei meinen becken, was beidebgruppen angeht ? Was der end Besatz ist ?

    Moin Patrick,

    was meinst du denn mit „beide Gruppen“?

    Gruß, René

    Hallo Patrick,

    erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

    Dein Becken ist aus meiner Sicht gut geeignet für die Dicken, eine 70er Tiefe ist schon top, tiefer geht bei Frontosa ja immer!


    Willst du dir am liebsten eine „fertige“ Gruppe kaufen (dann würde ich 1-2 Böcke und ca. 5 Weibchen empfehlen)?
    Oder ca. 15 Jungtiere, aus denen du später eine gut harmonierende Gruppe herausselektierst? Beide Wege sind möglich, ich persönlich finde die zweite Variante besser weil man die Tiere aufwachsen sieht und sie sich meistens besser und schneller eingewöhnen.


    A. Compressiceps passt sehr gut zu den Frontis aber auch N. Leleupi, eine Feenbuntbarschart,... die Liste der möglichen Mitbewohner ist sehr lang, da findest du hier im Forum sehr gute Beiträge zu, einfach mal unter „Beifische“ suchen. Von den meisten in Frage kommenden Höhlenbrütern würde ich eine Gruppe von ca. 5 Jungtieren empfehlen.


    Für die Weibchen habe ich richtige Höhlen im Becken, zum Teil durchschwimmbar, ansonsten lieben zumindest meine umschwimmbare, aufrechtgestellte größere Steine. Außerdem ist mein Becken auch bepflanzt, dadurch ergeben sich auch Rückzugsbereiche.


    Ich habe damals meine jungen Frontis zuerst eingesetzt und kurz danach meine drei Höhlenbrüterarten. Hinterher noch viel am Besatz zu ändern kann problematisch sein.


    Bin mal gespannt, welche Tipps die anderen Mitglieder noch so auf Lager haben,


    ebenfalls frohe Ostern!


    Gruss, René

    Ich habe vor ca. 2 Jahren auch noch 5 Burundis zu meiner bestehenden Gruppe dazugesetzt, die neuen waren erst ca. 5cm groß, also locker 10 cm kleiner als die vorhandenen Tiere, das war problemlos möglich.

    Die Geschlechter kann man in der Größe aber definitiv noch nicht bestimmen, eventuell muss man später dann nochmal selektieren wenn die Gruppe nicht einigermaßen harmoniert (ein bisschen Stress hat man ja sowieso immer, macht auch nichts,...;)). Wenn die Tiere zusammen aufwachsen kann es auch langfristig mit mehreren Böcken funktionieren.

    Gruß, René

    Hallo Kathi,

    v.a. bei halbwüchsigen Tieren ist die Größe der Beule kein verlässliches Kriterium zur Geschlechterbestimmung. Es wird ja auch hier im Forum empfohlen, am besten eine Gruppe von mind. 5 Tieren zu halten, dann verteilen sich die Aggressionen viel besser, langfristig, wenn die Geschlechter bekannt sind, kann man in einem kleineren Becken, also ca. 700-800 Liter, z.B. 1-2 Böcke mit 2-3 Weibchen halten.

    Wenn möglich, würde ich noch 3 Tiere dazusetzen, dann fixiert sich dein vermeintliches Weibchen nicht ausschließlich auf das andere Tier. Geht natürlich nur wenn deine Beckengrösse das zulässt.
    Gruß, René

    Hallo Patrick,

    wenn ich das richtig erkenne, ist die Genitalpapille ja sogar kleiner als der After. Würde dann eher für ein männliches Tier sprechen, es sei denn, die Tiere sind noch zu klein für eine Geschlechterbestimmung.

    Gruß, René

    Hallo Patrick,

    wirklich schön, dass du wieder dabei bist! Die Bestimmung der Standortvariante (falls überhaupt noch möglich aufgrund von eventuellen Kreuzungen) fällt mir persönlich grundsätzlich immer sehr schwer. Nach Abgleich mit der Variantenkarte könnte Guido aber Recht haben,...

    Gruß, René

    ...

    Was mich aber persönlich stören würde, wäre die Frontansicht des gesamten Aquariums. In der Mitte die Fische und links bzw. rechts die Blöcke mit den Filtern.

    Ich würde die Innenfilter auch links und rechts entlang der Rückwand platzieren. Da sind sie fast unsichtbar und du kommst auch noch sehr gut ran. Die Lösung von Lars ist natürlich noch besser weil du dadurch nichts vom Beckenvolumen verlierst, andererseits steht das Becken dann relativ weit von der Wand weg, hängt vom Standort ab, muss optisch passen. Da kommt dein bessere Hälfte wahrscheinlich wieder ins Spiel,...

    Der Aufbau von Lars Filter ist natürlich top, gefällt mir sehr gut.

    Du hast uns aber noch nichts vom geplanten Besatz verraten:?::/

    Gruß, René