Poecilia reticulata

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  • Poecilia reticulata
    Autor: Silke P.
    Fotos: Silke P.

    Poecilia reticulata (Peters, 1859)
    (Guppy)

    Familie
    Poeciliidae (Lebendgebärende Zahnkarpfen)

    Herkunft
    Mittelamerika - Brasilien

    Im Zoohandel sind oft Importe aus Tschechien oder Asien zu erwerben. Diese Tiere haben den schlechten Ruf schnell "die Hufe hoch zu reißen", das kann sein muss aber nicht so sein. Viel eher gehe ich davon aus, dass diese Tiere oft nicht mit der auch bei Guppys nötigen sorgfältigen Eingewöhnung und Umstellung auf neue Becken und Wasserwerte ins Jenseits befördert werden. Wer dem Zoohandel nicht vertrauen möchte, ist gut beraten in den Foren mal nachzufragen, wer welche Stämme pflegt und sich so Guppys aus der näheren Umgebung zu beschaffen die dann meist auch an ähnliche Wasserwerte gewöhnt sind. Es ist erstaunlich wieviele erfahrene Aquarianer immer noch einen Stamm aus ihrer Jugend besitzen und welch schöne Guppys darunter sind.

    Zusatz von Sandor: Da viele Züchter (aus Asien und Israel z. B.) die Tiere in aufgesalzenem Wasser ziehen, weil da weniger Keime/ Bakterien überleben mit der Folge,
    dass die dann bei uns in reinem Süßwasser in der ersten Zeit automatisch stark krankheitsanfällig sind und eine ordentliche Quarantäne mit Anpassung der Bakterienstämme brauchen. Stichpunkt Flossenklemmen.

    Temperatur
    18 - 28 Grad

    Wasserwerte ein Diskussionswürdiger Punkt auf den es kaum eine zufriedenstellende Antwort geben kann. Je nach Herkunft der Guppys können die Wasserwerte irgendwo zwischen weich und hart liegen. Also wenn möglich, einfach darauf achten in welchen Wasserparametern der Guppy aufgewachsen ist und endsprechend langsam und vorsichtig eingewöhnen.

    Beckengröße
    Beckengröße ab 60 cm, wobei größer natürlich gut ist weil gesunde Guppys recht schnell sind und viel durch das Becken schwimmen. Bei dem Besatz eines Beckens mit Guppys ist bitte daran zu denken, dass der Nachwuchs eine Unterbringsmöglichkeit braucht.

    Beckeneinrichtung
    Gut bepflanzte Becken mit freiem Schwimmraum und einigen Schwimmpflanzen.

    Größe
    bis 6 cm möglich, oft aber auch kleiner (geschätzte 4 cm)

    Ernährung
    Wasserflöhe, schwarze Mückenlarven, Artemien, Granulat, Flocken etc.
    Gefressen wird was gerade im Angebot ist und auch Flockenfutter wird gern genommen. Besonders gern werden schwarze Mückenlarven gefressen. Jungfische sind mit Artemia und Staubfutter problemlos aufzuziehen.

    Zucht
    Weibchen sind mit ca. 3 Monaten Geschlechtsreif, die Männchen schon etwas früher. Sauberes Wasser, abwechslungsreiches Futter dann ist Nachwuchs unvermeidbar :) Schwimmpflanzen oder auf die Wasseroberfläche flutende Pflanzen bieten den Jungfischen ausreichenden Schutz um im Becken der Elterntiere aufzuwachsen. Kleine, fiese "Aufzuchtkästen" sind nicht erforderlich und für die dort eingekerkerten Weibchen eine Belastung.

    Vergesellschaftung
    Problemlos möglich, größten teils friedlich. Vergesellschaftung mit Bettas (Kampffische) als nicht möglich betrachten, weil ein Betta durch die Beflossung (Triangel) der Guppys glauben könnte (und es auch fast immer so ist), es handelt sich um einen Konkurrenten und den Guppy dann "beschädigt" oder tötet. Barbus tetrazona (Sumatrabarben) kann für Guppys ebenfalls lästig werden, weil dieser lebhafte Fisch gern auch mal an Flossen zupft. Bei der Vergesellschaftung von triangelschwänzigen Guppys ein bisschen Feingefühl für den weiteren Besatz walten lassen.

    Bemerkung
    Der Guppy hat den Beinamen Millionenfisch erhalten, was sicher auf die schnelle Vermehrbarkeit und die relativ hohe Flexibilität an gegebene Wasserwerte zurückzuführen ist. Die Vielzahl der Zuchtformen ist beieindruckend und läßt sich in einer Kurzvorstellung kaum zeigen. Die hier gezeigten Fotos zeigen also nur eine minimale Auswahl an möglichen Stämmen.

    Linktipps
    Die DGLZ (Deutsche Gesellschaft für Lebendgebärende Zahnkarpfen e.V.) hat auf Ihrer Homepage u.a. eine beachtliche Linksammlung.
    Wer sich näher in Sachen Guppys und Zuchtformen umschauen möchte, dem sei die Site von Gernot Kaden empfohlen. Sie ist informativ und mit wunderschönen Bildern bestückt, ein Besuch lohnt sich allein schon deswegen. Link zu Guppy-Aktuell


    Das Lebendgebärende-Forum ist über diesen Link oder auch über die Datenbank zu ereichen.



    Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren,die kaum 200 Gramm wiegen.
    Für mich ist das Aufschnitt.
    Otto von Bismarck (1898)

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