Melanotaenia parva - Zucht

Melanotaenia parva - Zucht
Bericht: Silke Prinage


Das Schwierigste um an neue Regenbogen zu kommen, ist das Eier suchen.



Nachdem erfolgreichem Eiersuchen, werden diese samt Laichsubstrat in ein vorbereiteres 60er Aufzuchtbecken ohne Bodengrund gegeben. Als Filterung ist ein einfacher Schaumstoffpatronenfilter anfangs ausreichend.



Nachdem die, fast schwarz aussehenden (geschätzte Größe ca. 5 mm) großen Larven geschlüpft sind, gebe ich etwas Liquifree ins Wasser, sonst 3 - 4 Tage erstmal nichts. Das Aufzuchtbecken steht ja schon einige Zeit vorher bereit und es wimmelt ohnehin vor Kleinstfutter. Dann werden frisch geschlüpfte Artemien gereicht, diese werden dann auch ohne Probleme gefressen.





Als sonstiger Besatz sind eine Posthornschnecke von Elke und einige Blasenschnecken dafür verantwortlich, die Reste zu verwerten und das Becken ein wenig zu putzen. Wasserwechsel 25 % alle 2 - 3 Tage, langsam und der Temperatur das Aufzuchtbeckens angepasst (kein Wasseraufbereitungsmittel).



Das große "Nichtstun" ist angesagt und warten während die Regenbogen wachsen, auf abwechslungsreiche Fütterung achten. Sie wachsen immer etwas unterschiedlich, obwohl reichlich Futter vorhanden ist, vermutlich liegt es daran das die Eier von verschiedenen Laichtagen stammen.



Es ist jedesmal eine große Überraschung viele es werden, in diesem Fall so rund 40 bis 50 Stück obwohl ich wieder mal nur eine kleine Menge nachziehen wollte. Abnehmer gibt es aber zum Glück immer, da sich Regenbogen meist nicht im Standardsortiment befinden und deshalb schon fast "Wartelisten" für sie bestehen. Reich wird man aber trotzdem nicht und abgabefertige Rainbows brauchen Zeit und viel Platz zum wachsen.



pH: 6,8 - 7,3
Temperatur: 23 - 26 Grad
Beckengröße: ab 120 cm



Die erwachsenen Regenbogen nehmen als Futter wird alles was ins Maul paßt oder irgendwie reinzukriegen ist, gern auch kleine Garnelen (caridinia). Wenn man genügend Platz und "sauberes" Wasser hat sind M. parva langlebige und farbenprächtige Pfleglinge, ein schöner Fisch der auch für Anfänger geeignet ist. Zu bemerken ist evtl. noch, dass der M. parva nicht hochrückig wird wie z.B. der M. lacustris.





LG
Sea




Ein besonderer Dank für dieses Foto (Parva frontal) geht an A. und A. Hartmann, das Copyright liegt bei Ihnen.


"Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren, die kaum 200g wiegen. Für mich ist das Aufschnitt" - Otto von Bismarck, 1898