Anentome helena - Raubturmdeckelschnecke

Wie halte ich ... Anentome Helena
Ein Bericht von Steffi Klee



Die Haltung der Raubschnecke (lat. Anentome helena.) ist als problemlos und unkompliziert zu beschreiben. Diese Süßwasserschnecke ist für Aquarianer die ein Schneckenproblem haben sehr zu empfehlen, ohne in einem Becken die Chemiekeule auspacken zu müssen.


Das Futter der Anentome helena ist als einseitig zu beschreiben.
Da die Anentome helena eine Raubschnecke ist, ernährt sich diese natürlich von anderen Schneckenarten die im Aquarium gehalten werden. Vorzugsweise geht die Anentome helena erstmal an vorhandene kleinere Schneckenarten wie z.B. Posthorn- oder. Blasenschnecken. Wenn diese allerdings nicht mehr im Becken vorhanden sind schreckt sie auch nicht vor größeren Apfelschnecken zurück. Teileweise wurde auch schon beobachtet das Schnecken mir vorhandenem Deckel zum Speiseplan der Helenas gehören.
Aber es wird auch Futter mit tierischem Anteil als Ersatznahrung angenommen, man sollte aber für die optimale Ernährung zu gewährleisten die geeignete Schnecken zur Verfügung stellen.


Die Farben Anentome Helena können variieren und so findet man in den meisten Fällen das schöne gelb schwarz geringelte Gehäusemuster vor. Aber es gibt auch unter den Schnecken grünlich-bräunlich schimmernde Tiere.
Die Fußfarbe ist in der Regel hellgrau und enthält kleine schwarze Tupfen.


Das Alter der Anentome helena ist im Aqauriumshaltung noch nicht bekannt, da die Schnecke Ende 2006 als Erstimport in Deutschland auftauchte.
Die Raubschnecken lassen sich bei einer Temperaturen von 18-30 Grad halten. Jedoch ist zu beachten das die höheren Temperaturen den Stoffwechsel anregen und die Schnecken mit Sicherheit nicht ganz so alt werden. Ich halte meine Helenas bei unterschiedlichen Temperaturen von 18-24 Grad. Natürlich kann man im 18 Grad kalten Becken die deutlich wenigeren Aktivitäten der Schnecke, was das umherkriechen angeht beobachten.


Die Atmung Es ist bei der Raubschnecke von mir noch nicht beobachtet worden das sie wie z.B. die Apfelschnecke das Becken verläßt. Eine Aquarienabdeckung ist für mich somit nicht unbedingt erforderlich.


Die Vermehrung der Anentome helena
Die Raubschnecken sind getrennt geschlechtlich und das Weibchen setzt nach der Paarung einzelne viereckige Gelege an Pflanzen und sonstigen Aqaurieneinrichtungen ab. Die Gelege sind ähnlich wie die der Posthornschnecken nur wie gesagt viereckig und in der Mitte befindet sich ein kleiner meist geblicher Punkt.


Die Haltung der Anentome Helena im Süßwasseraquarium bedraf unter anderem folgender Beachtung.
Wenn die Schnecken in einem reinen Artenbecken gehalten werden sollen, ist darauf zu achten das eine Zufütterung erfolgen muß.
Einer Vergesellschaftung mit Fischen ist nichts entgegenzusetzten außer das darauf geachtet werden sollte, das die Fische friedlebende ruhige Fische sind, die nicht zu neugierig die Schnecken ständig belästigen.
Einer Vergesellschaftung mit kleinbleibenden Garnelen steht nichts im Wege.
Andere Schnecken im Aquarium werden von ihr gefressen.
Ihr Jagdverhalten kann unter anderem darin bestehen das sich die Schnecke im Aquarienboden eingräbt und auf vorbeikriechende Schnecken wartet. Ich habe aber auch schon öfters das nachkriechen (hinter dem Opfer her) bei meinen Helenas feststellen können.


Die Wasserwerte und die Ansprüche der Raubschnecke an ihr Wasser ist unkompliziert.
Die Schnecke kommt mit harten Wasser sowie auch weichem Wasser zurecht, allerdings baut sich das Gehäuse in zu weichem Wasser nicht so schön und kräftig auf wie im harten Wasser.
Es sollten regelmäßige Wasserwechsel einmal die Woche erfolgen. Diese können dann je nach Bedarf und Besatz von 30%-50% an frischen Wasser schwanken.
Da die Schnecke eine Größe von ca. max. 2 cm erreicht ist diese für kleinere Aquarien zu empfehlen, aber auch in großen Aquarien fühlt sie sich wohl. Ich halte zur Zeit 6 Helenas in einem 12 Liter Becken bei ca. 18-20 Grad und 5 Helenas bei einer Temperatur von 25 Grad in einem 112er Becken.


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"Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren, die kaum 200g wiegen. Für mich ist das Aufschnitt" - Otto von Bismarck, 1898