Was ist ein Mbuna ?

Ein Bericht von Jani


Als Mbuna werden die Felsenbewohnenden Cichliden des Malawisees bezeichnet.
Mbuna ist ein Begriff aus der Tonga- Sprache und bedeutet in etwa "die in den Felsen leben", bezeichnet also eigentlich nur den Lebensraum und ist keine wissenschaftliche Unterteilung.
Mbuna ist auch nicht gleichbedeutend mit Aufwuchsfresser, wie oft angenommen, wobei aber richtig ist das die meisten Mbunas sog. Aufwuchsfresser sind.
Viele Melanochromis Arten beispielsweise sind aber eher auf das fressen von Insekten, Schnecken, Kleinkrebsen und Fischbrut spezialisiert.
Im Gegensatz dazu gibt es im See die Non- Mbunas, womit die restlichen endemischen Buntbarsche des Malawisees bezeichnet werden also z.B. die Raubfische (Nimbochromis, Dimidiochromis), und die mehr im Freiwasser lebenden Fische wie Copadichromis und Aulonocara.
Sehr exakt ist diese Einteilung so aber nicht, da es durchaus auch beispielsweise Aulonocara gibt die mehr in der Felszone leben. Auch viele Raubfische halten sich oft in den felsigen Bereichen auf, weil dort eben auch ihre Nahrung zu finden ist. Außerdem wird der felsige Bereich von vielen Non- Mbunas als Rückzugsmöglichkeit oder zum ablaichen benutzt.
Der Unterschied ist nur das die Mbunas einen begrenzten felsigen Bereich, oft nur wenige Quadratmeter groß, ohne Not nicht verlassen. Daher konnten sich auch so viele unterschiedliche Farben und Formen entwickeln.



Es gibt noch einige anatomische Besonderheiten wonach die Wissenschaft versucht die Mbunas einzuordnen. Zum Beispiel sollen alle Mbuna Arten im Brustbereich kleinere, tiefer eingebettete Schuppen als an den Flanken besitzen, damit sie durch den Kontakt mit rauem Fels nicht so leicht abreißen können.



Die bekanntesten Gattungen sind Pseudotropheus (Maylandia, Metriaclima), Melanochromis, Labidochromis und Labeotropheus.

"Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren, die kaum 200g wiegen. Für mich ist das Aufschnitt" - Otto von Bismarck, 1898