Haltungsberichte

    Ancistrus sp. "Rio Paraguay"
    Ein Haltungsbericht von Sandor Tüllmannn

    Wer mich schon ein bisschen kennt, weiß, dass ich mir die Vermehrung von Ancistrus sp. „Braun“ nicht zutraue, deshalb pflege ich einige andere, eher unbekannte Ancistrus-Arten und versuche, sie zu vermehren. Ich schreibe absichtlich „Vermehrung“ und nicht „Zucht“ und hoffe, das im laufe des Berichts durchziehen zu können. Der Grund dazu ist einfach: in meinen Augen ist die „Zucht“ von Fischen ein geplanter, entsprechend vorbereiteter Akt. Das ist aber meines Wissens bei Welsen (bisher, mit wenigen Ausnahmen) nicht möglich, man kann die Tiere nicht zum Laichen „ansetzen“, weshalb mein erster Kommentar bei Fragen nach der Zucht immer „Geduld“ ist.


    In diesem Bericht soll es um die Vermehrung von Ancistrus sp. „Rio Paraguay“ gehen, einigen wahrscheinlich besser bekannt unter der Bezeichnung Rotflecken-Antennenwels oder Ancistrus sp. „Rotflecken“. Nachdem es aber mehrere Ancistrus-Arten mit roten Flecken gibt (z.

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    Geschlechtsunterschiede: Panaqolus
    Verdeutlichung der Geschlechtsunterschiede bei Panaqolus sp. mit Vergleichsfotos



    Die Geschlechter der in der Gattung Panaqolus zusammengefassten Loricariiden sind leicht zu bestimmen, wenn man weiß, worauf man zu achten hat.
    Wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass man mit geschlechtsreifen Tieren arbeitet. Der Hinweis mag seltsam klingen, wer jedoch in einschlägigen Foren verfolgt, wie oft nach Geschlechtsunterschieden z. B. bei 10cm großen L204 gefragt wird, mag ihn vielleicht besser zu würdigen wissen.


    Die sicherste Unterscheidungsmethode bei Panaqolus sp. ist der unterschiedlich stark ausgeprägte Odontodenbewuchs des Schwanzstiels, bei einigen Arten sogar des gesamten Körpers.
    Zuverlässig lassen sich die Tiere am besten bestimmen, wenn man sie von oben begutachtet. Genauso gut funktioniert bei Tieren, die Höhlen besetzen, auch, mit einer Taschenlampe in dieselbe zu leuchten. Die Odontoden stechen dann deutlich gegen den Höhlenhintergrund

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    Pflege und Nachzucht Pseudomugil signifer


    Die Pflege P. signifer als lebhafte gemischte Gruppe von mindestens 8 Tieren ist imo zu empfehlen, um in den vollen Genuss des intressanten Verhaltens zu kommen.


    Auffallend ist das eindeutige Imponiergehabe der Männchen, bei dem es aber normalerweise nicht zu "Beschädigungen" kommt. Es sieht schon toll aus wenn sich zwei Männchen sich über die volle Länge des Aquariums Schaukämpfe liefern. Die Angaben für die Beckengröße werden leider oft mit 60 cm Länge angegeben, ich halte das für zu klein.





    Der P. signifer ist frech, schnell und läßt sich auch von großen "Regenbogen" nicht die Butter vom Brot nehmen, immer vorausgesetzt das Becken hat einen entsprechenden Schwimmraum und die P. Signifer können ihre Schnelligkeit voll ausspielen. (Bitte nicht auf Pseudomugil Gertrudae übertragen, das ist wirklich ein zarter Fisch und sollte allein oder in absolut ruhiger Gesellschaft gepflegt werden).


    Die Nachzucht ist ausgesprochen leicht, und wird

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    Corydoras sterbai
    Bericht: Silke Prinage

    Hier ein paar Bilder zur Entwicklung von Corydoras Sterbai. Von Zucht zu sprechen ist in meinen Fall sicher falsch, außer gutem Futter und ordentlichen Wasserwechseln brauche ich nichts tun, nur gelegentlich die jungen Corys aus dem Filterbecken holen. Einfacher geht es nun wirklich nicht :)



    Nun aber ein kleiner Bericht wie es zu der Coryschwämme kommt:


    Die C. Sterbai sind Wildfänge, sie leben in einer Gruppe von 2 Weibchen und 4 Männchen (+ div. Jungfische), pH-Wert 7,1 bei 26,5 Grad in einem großen Becken in Gesellschaft von einigen C. haraldschultzi. Ihre ersten zwei Eiablage-"Versuche" hatten eine Befruchtungsrate (von den Eiern die ich erwischt habe) von ca. 50 Prozent, da war trotz Seemandelbaumblatt & Co. nicht mehr zu erreichen. Sicherlich mussten sie einfach nur "üben" inzwischen sind alle Eier befruchtet oder sagen wir mal die Eier die ich zufällig sehe sind alle befruchtet.





    Wie alle Corys (die ich kenne) führen auch die

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    Melanotaenia parva - Zucht
    Bericht: Silke Prinage


    Das Schwierigste um an neue Regenbogen zu kommen, ist das Eier suchen.



    Nachdem erfolgreichem Eiersuchen, werden diese samt Laichsubstrat in ein vorbereiteres 60er Aufzuchtbecken ohne Bodengrund gegeben. Als Filterung ist ein einfacher Schaumstoffpatronenfilter anfangs ausreichend.



    Nachdem die, fast schwarz aussehenden (geschätzte Größe ca. 5 mm) großen Larven geschlüpft sind, gebe ich etwas Liquifree ins Wasser, sonst 3 - 4 Tage erstmal nichts. Das Aufzuchtbecken steht ja schon einige Zeit vorher bereit und es wimmelt ohnehin vor Kleinstfutter. Dann werden frisch geschlüpfte Artemien gereicht, diese werden dann auch ohne Probleme gefressen.





    Als sonstiger Besatz sind eine Posthornschnecke von Elke und einige Blasenschnecken dafür verantwortlich, die Reste zu verwerten und das Becken ein wenig zu putzen. Wasserwechsel 25 % alle 2 - 3 Tage, langsam und der Temperatur das Aufzuchtbeckens angepasst (kein Wasseraufbereitungsmittel).

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    Colisa chuna - Ein Aufzuchtbericht
    Bericht und Fotos: Karin


    Anfang November 2007 hatte ich die Gelegenheit ein 112 l Becken aufzustellen, in das meine Lieblingsfische, die Colisa chuna einziehen sollten.


    Nach ca. 20 Tagen Einlaufzeit fand ich auch ein schönes gesundes Pärchen in einem meiner bevorzugten Freiburger Aquaristikladen. Die Beiden nahmen das Becken, wie mir schien, hocherfreut in Beschlag und nutzten die komplette Länge auch voll aus.


    Mitte Dezember zogen dann noch 12 Aspidoras spilotus und Caridina cf. cantonensis "Biene" (Bienengarnelen) ein. Die Vergesellschaftung klappt gut, d.h. die Tiere kommen dank verschiedener Lebensbereiche im Wasser sehr gut miteinander aus.
    Die Wasserwerte in dem Becken sind wie folgt: Temp. 26° C, ph zw. 6,5 und 7, kh 2, Gh 5


    Schon bald begann das Männchen mit dem Schaumnestbau und entwickelte sich so ganz nebenbei zu einem ausgewachsenen Giftzwerg, der das Weibchen durchs Becken trieb, sobald es sich blicken lies.




    Die ersten

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    Zuchtbericht Trichopodus leerii – Syn. Trichogaster leerii
    Bericht und Fotos: Iris Brown





    Biotop:
    Vor allem in Thailand, Borneo, Sumatra und Malaysia anzutreffen.
    Bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer, stark verkrautete Gewässer mit Wasserstand von ca. 15 bis 20 cm. Weitere Informationen zu Wasserhärte etc.


    Geschlechtsreife:
    7 bis 10 Monate, je nach Wachstumsrate. Sobald es diese erreicht hat, färbt sich die Brust und das Kinn des Männchens orange-rot. Mosaikfadenfische sind im Aquarium bis zu 10 Jahre alt geworden.
    Bei richtiger Beleuchtung kann man auch die stärker werdende Grünpigmentierung des Körpers erkennen.


    Zuchtbecken
    mindestens 80, besser über 100 l, mit reichlich Versteckmöglichkeiten, sichtbar abgegrenztem Teil (durch Wurzel oder ähnliches), um das Revier des Männchens zu begrenzen. Je mehr freie Sicht es hat, umso größer wird sein Revier sein.


    Besatz 1:1 oder 1:2


    Temperatur
    von 24 bis 28 Grad, meine laichten und schlüpften schon bei 24 Grad


    Bepflanzung:
    ein

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    Microctenopoma fasciolatum - Zuchtbericht
    Ein Bericht von Jochen Baumgarten



    Im Folgenden möchte ich über die Entstehung meines Microctenopoma fasciolatum Nachwuchs berichten.


    Für die Vermehrung wurde keinerlei extra Becken eingerichtet oder Wasserwerte gezielt verändert, die Tiere verblieben im als Gesellschaftsbecken eingerichteten, häuslichen Schaubecken. Dieses umfasste 200l (100x40x50cm), wurde durch einen HMF gefiltert und etwa zur Hälfte durch eine relativ starke Wasserbewegung mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Die Temperatur lag hierbei etwa bei 24°, der PH Wert bei ~7 und die Wasserwerte waren für Köln typisch im härteren Bereich angesiedelt. Die GH befand sich, lediglich von einigen wenigen Seemandelbaumblättern beeinflusst, bei ~15, die KH lag bei etwa 8-9. Das Aquarium war lediglich mit einer Glasscheibe abgedeckt und hatte rechts und links neben Dieser jeweils einen 4cm Spalt.



    Das Gesellschaftsbecken und die Balz


    Im Becken befanden

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    Ein Bericht von Jani


    Als Mbuna werden die Felsenbewohnenden Cichliden des Malawisees bezeichnet.
    Mbuna ist ein Begriff aus der Tonga- Sprache und bedeutet in etwa "die in den Felsen leben", bezeichnet also eigentlich nur den Lebensraum und ist keine wissenschaftliche Unterteilung.
    Mbuna ist auch nicht gleichbedeutend mit Aufwuchsfresser, wie oft angenommen, wobei aber richtig ist das die meisten Mbunas sog. Aufwuchsfresser sind.
    Viele Melanochromis Arten beispielsweise sind aber eher auf das fressen von Insekten, Schnecken, Kleinkrebsen und Fischbrut spezialisiert.
    Im Gegensatz dazu gibt es im See die Non- Mbunas, womit die restlichen endemischen Buntbarsche des Malawisees bezeichnet werden also z.B. die Raubfische (Nimbochromis, Dimidiochromis), und die mehr im Freiwasser lebenden Fische wie Copadichromis und Aulonocara.
    Sehr exakt ist diese Einteilung so aber nicht, da es durchaus auch beispielsweise Aulonocara gibt die mehr in der Felszone leben. Auch viele Raubfische halten sich oft

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    Der karibische Pausbackenmöpsling gehört zur Gattung der Morphe. Er kann in alle Becken eingesetzt werden, weil er sich problemlos der Beckengröße anpasst. Bei Nitritwerten von über 10 wird er blau, über 20 wird er rot und ab 40 wird er lila mit goldenen Streifen. Bei Werten über 60 mutiert er zu Exocoetus volitans. Abdeckscheiben sind hier von Vorteil, wobei das laute geklopfe und gerumpel dann doch lästig werden kann. Der Möpsling läßt nichts unversucht um seine neue Freiheit auszuprobieren.
    Die Fütterung ist völlig unproblematisch! Käsewürfel, Pizza und altes Wurstbrot wird gern genommen. So ein Kraftfutter bringt den Möpsling richtig in Fahrt, wobei man das schnelle Futtern mit aufgeplusterten Backen seitens des Möpslings besonders schön beobachten kann.
    Da diese Art stark kotet empfiehlt es sich gelegentlich, mit ein wenig Shampo das Becken durchzuspülen und so ein wenig für Sauberkeit zu sorgen. Der Glanz der Schuppen erhöht sich durch die Phosphate und der Möpsling dankt

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